Eine Webseite, wie ich sie nicht sehen möchte

„Du, eine Bekannte von mir hat sich eine Webseite machen lassen und hat da ein Problem.“ Oh, oh, ruhig bleiben und erst mal nichts sagen. „Auf dem Handy oder iPad sieht es okay aus, aber an einem Rechner ist der Rand rechts so unglaublich breit. Die ‘Designerin’ kann sich das auch nicht erklären, hast Du eine Idee?“ sildenafil price philippines

JA, HABE ICH. DIE DESIGERIN HAT SO VIEL AHNUNG VON WEBSEITEN, WIE ICH VOM POSAUNE BLASEN! can i take 40mg cialis

Da es sich um einen guten Freund handelte, der mich fragte, war ich gerade auf der besagten Webseite (weil es ein sehr guter Freund ist, gibt es hier auch keinen Link auf die Seite). Meine erste Idee, bevor ich auf die Seite ging, war, dass er sich vermutlich um einen Fehler im Javascript zur Abfrage des Endgerätes handelt, wodurch aufs falsche Stylesheet verwiesen wird. (Keine Panik, das war der technischste Teil). Kann ja mal passieren. Man denkt, man hat schon alles gesehen – und dann sieht man so etwas.

Ich dachte nicht, dass dies im Jahr 2014 noch möglich ist: Die Seite besteht komplett aus Bildern! Wenn ich sage komplett, meine ich komplett: Es gibt kein Stück Text auf der Seite! Noch mal: keinen, also null, überhaupt gar keinen Fitzel, nicht die Spur, nicht eine Idee von Text! Das klingt jetzt für den Laien nicht schlimm. Ist es aber. Denn: Wollte man die Seite googeln, würde man sie nicht finden, weil Google die Seite nicht indexieren kann (wo nichts ist, was ich in den Index aufnehmen kann, da kann ich nichts aufnehmen). Das bedeutet: Die Seite ist quasi nicht existent (google steht hier als Platzhalter für alle Suchmaschinen).

Ist doch nicht schlimm, die Seite sieht doch hübsch aus.

Doch es ist sogar sehr schlimm, weil die Designerin ihre Kundin betrogen hat. Was sie angeboten hat, war eine funktionierende, zielgruppenorientierte Webseite. Was sie verkauft hat, ist eine zusammengeschusterte Ansammlung von mittelmäßig bearbeiteten Bildchen, die nichts für die Kundin erreichen werden. Okay, ich lebe in einer Filterblase und beurteile Webseiten aus einer professionellen Sicht. Dabei kann man sich im Streit über Kleinigkeiten verlieren und Nicht-Filterblasenmitglieder leicht abhängen. Aber hierbei geht es nicht um die technischen Unzulänglichkeiten der Webdesignerin, sondern darum wie „Internetagenturen“ die Unwissenheit von Kleinstunternehmen ausnutzen, um Geld zu verdienen [wobei mir spontan drölf große Unternehmen einfallen, die von ihrer Agentur übers Ohr gehauen wurden]. Diese Diskussion wurde bei Kerstin Hoffmann vor ein paar Tagen schon heftig geführt.

Da fahre ich zur Content Strategy Forum Conference oder dem BarCamp Köln oder der heute startenden #demexco, um zu überlegen, zu lernen, wie man das Internet nutzen kann, wie man Geschichten erzählen kann, um Kunden zu locken, sie zufriedenzustellen, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, es insgesamt besser zu machen – und dann gibt es immer noch Agenturen, die einen solchen Mist produzieren.

Das Firmenfahrzeug bitte ohne Motor und Räder

Natürlich braucht ein Kleinunternehmen keine ausgefeilte Internet-Strategie mit Redaktionsplan für alle gängigen Social Media Kanäle, einen Community Manager, Richtlinien für Mitarbeiter etc. (auch da gibt es Ausnahmen). Aber keiner würde ein Firmenfahrzeug bestellen ohne Motor und Räder, wenn es geht aus Pappe, dafür aber günstig. Genau dies passiert aber immer noch häufig genug in dem Segment der Angebote für Kleinunternehmen. Auch mit einem kleinen Budget kann man sich eine Webseite erstellen lassen und diese betreiben. Es ist sogar möglich, damit Geld zu verdienen und dies mit geringem Aufwand (ich sage nicht ohne Aufwand). Ich hätte es begrüßt, wenn mein Freund, bzw. seine Bekannte mich vorher gefragt hätte. Alternativ ein wenig im Internet geschaut hätte, was es da so gibt. Ich möchte überhaupt nicht, dass jemand sich nicht seine Webseite aus einem Baukastensystem für 20 € im Monat zusammenbaut. Da können auch nicht professionelle Bilder dabei sein, oder das Design so lala. Das hat dann sicher Potenzial und da lässt sich was machen. Aber bitte vorher fragen, bevor man Geld dafür ausgibt. Vielleicht mal jemanden Unabhängigen fragen, der einem nur die Beurteilung, die Information verkaufen will und sonst nichts.

Es gibt wunderbare, kostengünstige Hilfen zur Webseitenoptimierung, wie onpage.org oder shoplupe oder seitwert oder, oder, oder. Diese Hilfen sind hoch professionell und in der Grundausstattung komplett standardisiert, daher in einem Preisrahmen, der bezahlbar ist. Wer mehr will, kann auch mehr bezahlen, kein Problem, muss aber nicht sein.

Hatte ich erwähnt, dass ich auch so etwas anbiete? Das habe ich dann hiermit. Also einfach anrufen 0170-2062623
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P. S.: So, jetzt schreibe ich noch die Mail an den Freund, damit er sie an seine Bekannte weiter leiten kann. Frage mich, was sie für ein Gesicht machen wird.


Über cfb

jedesmal wenn ich mich mit dem Internet beschäftige, bin ich fasziniert was Menschen damit umsetzen.

10. September 2014 von cfb
Kategorien: Business-Change | Schlagwörter: , , | Schreibe einen Kommentar

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