Kharmasutra für die Wirtschaft

Endlich bin ich gestern dazu gekommen „Wunder muss man selber machen“ von der @manomama Wundermacherin Sina Trinkwalder zu besprechen. Wie ich schon twitterte von der ersten bis zur letzten Seite lesenswert. can i take two viagra 100mg pills at the same time

Wunder muss man selber machen

Ein Wirtschaftsbuch

Vorneweg, bevor ich dazu komme was ich an dem Buch mag, zwei Dinge.
1. Man merkt das Frau Trinkwalder eine Werberin war/ist und verkaufen kann, sowohl ihre Geschichte als auch sich selbst.
2. Der Inhalt ist grob die Geschichte von manomama einer ökologisch sozialen Textilfabrik am Standort Augsburg von den Anfängen bis heute.

Was mich wirklich angesprochen hat, sind die vielen verschiedenen Ebenen auf denen das Buch wirkt. Zunächst ist es einfach mal die Geschichte einer Frau die ein, besser zwei Erweckungserlebnisse hat und darauf hin ihr Leben umwirft. Je nach Blickwinkel kann das eine Selbstfindungsgeschichte werden, ein Heldinnenepos, ein Märchen oder eine Wundererzählung (abends erzählt an Lagerfeuern der Wirtschaft vulgo: Preisverleihungsveranstaltungen).

Es ist kein Wirtschaftsbuch im klassischen Sinne, sollte aber in keiner Wirtschafts-Bibliothek und den BWL-Prof Leseempfehlungen fehlen. Alle angehenden MBAs können hier mehr über Wirtschaft lernen als es für die KPMGs, PWCs dieser Welt gut ist. Wirtschaft ist nicht Effizienzsteigerung und Geldvermehrung, sondern etwas schaffen, etwas voranbringen. Die Altvorderen Unternehmer wie Thyssen, Krupp, Ford oder der kürzlich verstorbene Hans Riegel haben viel Geld mit ihren Mitarbeitern verdient, sehr viel Geld. Natürlich kann man über die Arbeitsbedingungen und Umstände unter denen dort teilweise gearbeitet wurde jammern, aber die Gründerväter haben gleichzeitig auch daran gedacht die Arbeitskraft ihrer Arbeiter zu erhalten. Henry Ford wusste er würde nur erfolgreich sein wenn seine Arbeiter sich die Fahrzeuge auch leisten konnten. Die Herren Thyssen und Krupp haben Arbeitersiedlungen gebaut, damit diese nach den 12 Stunden Schichten schnell daheim waren (Herr Zuckerberg macht das auch gerade…). Bei Haribo war es lange üblich dass Posten vererbt wurden, da konnten die Familien sicher sein, dass der Sohn/die Tochter auch im Laden unter kommt.
Sina Trinkwalder setzt diese Tradition fort und entwickelt sie weiter. Sie stellt den Mitarbeiter und die Leistung des Unternehmers wieder in den Mittelpunkt ihres Handels. Wenn man eine durchgängige Wertschöpfungskette transparent gestaltet, können Kunden erkennen welche Wertigkeit hinter dem Produkt steht und sind bereit den Preis dafür zu zahlen. Wenn man jemand heute sagt ökologisch soziale Kleidung, denkt jeder zunächst „teure Kartoffelsäcke“ und genau damit schafft man keinen Anreiz sich damit auseinander zu setzen. manomamas Ansatz war ein anderer wenn auch durch Zufälle geprägt und hier zeigt sich wieder die Klasse als Wirtschaftslektüre, diese Zufälle muss man nutzen. buy viagra from uk

Die Herstellung von Stoffbeuteln, brachte zum einen die Möglichkeit dem Wunder „Arbeitsplätze“ näher zu kommen, als auch viel darüber zu lernen wie eine Textilfabrik aufgebaut ist. Wie und warum und zu was das führt kann jeder selbst nachlesen. Nach dem Lernprozess kann man jetzt durchstarten und Kleidung anbieten die gut aussieht, in der Qualität überzeugt, und bezahlbar ist. Gleichzeitig werden damit knapp 200 Arbeitsplätze finanziert (zur Erinnerung, das ist Unternehmertum: eine Vision haben, sich die richtigen Menschen suchen um diese umzusetzen und von den Erträgen alle partizipieren lassen. Den Wert einer Firma dadurch steigern, dass man 5000 Menschen entlässt zeugt von Dummheit und mangelnder Phantasie).

Deswegen ist dies ein Wirtschaftsbuch, weil es zeigt wie Wirtschaft sein kann, was man/frau dazu braucht um Unternehmer zu sein. Es zeigt, dass man Gutes tun kann auch oder gerade mit einem Unternehmen. Menschen eine Beschäftigung zu geben die sie befriedigt und ernährt bringt sehr gutes Kharma. Wunder muss man selber machen zeigt wie es geht und deswegen bezeichne ich es als Kharmasutra der Wirtschaft.

Ist das jetzt eine Buchkritik geworden? Ich glaube nein, aber vielleicht hat es Interesse geweckt mehr darüber zu erfahren. Also beim lokalen Buchhändler bestellen und vielleicht mal auf die Webseite von manomama schauen. Ich selbst unterstütze manomama als manopapa und veranstalte in deren Namen „Modetreffs“ bei denen ich die Idee dieses Wirtschaften verbreite und die Mode zum anfassen gleich mitbringe (wer jetzt denkt ich mache hier einen auf Verkäufer, 50% meiner Provision geht an die Tafel in Bad Ems, der Rest dürften Spritkosten sein). Natürlich braucht manomama mich nicht um die Idee zu verbreiten, aber wie brauchen mehr manomamas bzw. Sina Trinkwalder.


24. Oktober 2013 von Claus F. Berthold
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